Meine Materialien für Lasercut-Bausätze

Ich verwende unterschiedliche Materialien: vorrangig Karton, aber auch MDF oder Birkensperrholz. Bei Kartons verwende – wo immer das möglich ist – durchgefärbte Kartons, so dass keine anschließende Farbbehandlung notwendig ist. Oft geht das aber nicht oder es wird aus Stabilitätsgründen z.B. MDF-Platte verwendet, die nur naturfarben verfügbar ist.

 

Holz verwende ich nur dort, wo es sowohl in puncto Optik und Stabilität einen Vorteil bringt. In 1:160 ist of bereits die Stärke von 0,4 mm Birkensperrholz zu gewaltig; da ist es sinnvoller, auf die Holzstruktur zu verzichten und Papier oder Karton zu verwenden. Ein Graus ist für mich, wenn bei Holzteilen (z.B. Gittern aus einem Stück gelasert) die Richtung der Holzmaserung nicht stimmt. Einigen Anbietern schein das egal zu sein.

 

Die statische Grundkonstruktion meiner Häuser besteht in der Regel aus Finnpappe oder MDF (1,0 mm für Spur N, 1,5 mm bei Spur 0) mit Verzahnungen/Schlitzen als Montageerleichterung und aus einer Deckschicht (300g-Fotokarton, 0,36 mm). Bei den meisten Bausätzen haben die statischen Grundkonstruktionen keine strukturierten Oberflächen – ausgenommen Mauersockel und Bretterstrukturen, die dann vor Montage einzufärben sind. Anhand der detailierten Download-Bauanleitungen kann man diese Konstruktionsprinzipien recht gut nachvollziehen.

Bei www.Architekturbedarf.de gibt es inzwischen einen 0,9-mm-starken, durchgefärbten Grafikkarton in diversen Farben, der sehr gute Lasereigenschaften hat. Dieser Karton lässt sich einsetzen, wenn man sowohl Statik wie auch Grundfarbe eines Bauteils haben möchte, das gleich als sichtbare Außenwand gedacht ist.

Für statische Grundkonstruktionen, die eine besondere Anforderung an Strapazierfähigkeit stellen (z.B. die abnehmbare Dachsparrenkonstruktion des Lokschuppens), dann benutze ich »Kraftplex«, ein 0,8 bis 0,9-mm-starkes extrem gepresstes Zellulosematerial, das eine hohe Festigkeit hat und ebenfalls gut zu lasern ist (Quelle: www.kraftplex.de ). Dieses Material gibt es auch in Stärken von 1,5 und 3,0 mm.

 

Da der 300g-Fotokarton (0,36 mm) in vielen Farbtönen erhältlich ist, lassen sich damit beispielsweise Ziegel- oder Bretterstrukturen gleich in der korrekten Farbe lasern und müssen nicht mehr eingefärbt werden.

Eckverbindungen von Gebäuden zu verzahnen und dabei die Materialstruktur aufzunehmen, macht in diesem Maßstab erst bei Strukturen ab 1 mm Sinn – wie bei einer groben Balkenkonstruktion oder einem Feldsteinsockel; die Lösungen einiger Anbieter am Markt in puncto Eckverbindungen können mich nicht überzeugen. Bei feineren Strukturen ist das Verfahren mit der 0,3-mm-Deckschicht besser, die an den Ecken auf Stoß geklebt wird und nicht nur auf der Vorderseite, sondern auch an der sichtbaren Kante die Fugenstruktur vom Mauerwerk enthält.

Für Fensterrahmen verwende ich meist Karton mit einem Gewicht von 200g oder 300g.

 

Da alle genannten Materialien bei zu viel Feuchtigkeit aufquellen oder sich verformen können, ist beim Einfärben zu beachten, dass relativ trocken gearbeitet wird. Empfehlenswert ist Färben per Airbrush, weil bei den sparsamen Farbaufträgen das Risiko von zu viel Feuchtigkeitsaufnahme recht gering ist. Beim Arbeiten mit Pinsel empfehlen sich pastose (Künstler-)Acrylfarben, die relativ dünn und trocken aufgebracht werden. Im montierten Zustand verwende ich bisweilen beim Färben mit dem Pinsel auch die Vallejo-Airbrushfarben, achte aber darauf, dass ich sparsam und relativ »trocken« arbeite.

Wenn es nicht um satten, deckenden Farbauftrag, sondern eher um changierende Farbigkeit geht – wie etwa bei einem Natursteinsockel – tupfe und reibe ich die Farbe mit einem Q-Tipp auf (die liegen sowieso immer am Arbeitsplatz bereit, um überschüssige Farbe oder Klebstoff aufzusaugen).


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