Klebstoffe für Lasercut-Bausätze

Beim Kleben gilt, dass man wasserhaltige Kleber (Holzleim, Bastelkleber ...) möglichst vermeiden sollte, wenn es um flächige Verklebung geht. Ich arbeite viel mit Sekundenkleber; mit flüssigem Sekundenkleber kann man auch sehr gut filigrane Streben beim oft verwendeten 0,2- oder 0,3-mm-Karton »tränken« und damit stabiliseren. Das gute Fließverhalten kann man nutzen, um Teile aneinanderzuhalten und dann Kleber in schmalste Fugen laufen zu lassen. Gel-förmiger Sekundenkleber eignet sich um punktuell zu befestigen.

Wo man mehr Zeit u.a. für eventuelle Standkorrekturen benötigt, empfiehlt sich die UHU-hart-Tube oder UHU-Alleskleber; manchmal greife ich zu einem Klebestift (der aber relativ frisch sein muss) ... z.B., wenn es darum geht, das filigrane, aus schwarzem Papier gelaserte Fachwerk (zur Fachwerkmontage siehe auch »Sprühkleber«) auf eine Ziegelmauer aufzubringen: Fachwerkgitter auf ein Blatt Papier auflegen und vorsichtig mit dem Klebestift überstreichen ... ohne dabei das Gitter zu bewegen, weil sonst Kleber auf die Vorderseite gerät ...

Für extrem kleine Teile (z.B., wenn ein einzelner Fensterrahmen auf Fensterfolie aufzukleben ist) lässt sich der Klebestift auch noch andersherum verwenden: aufrecht hinstellen, das zu klebende Teil mit der Pinzette greifen und auf die Klebefläche aufdrücken und ggfs. leicht verschieben, dann mit der Pinzette abheben und montieren.

 

Sprühkleber: Wenn man größere oder empfindliche Flächen – das gilt auch und vor allem für die Fachwerkgitter – schnell und unkompliziert mit Kleber ausstatten will, ist Sprühkleber die bessere Alternative zum oben genannten Prittstiftverfahren ... ich habe das nicht nur mit dem Fachwerk der 1:160-Bausätze getestet, sondern auch mit Fensterrahmen in 1.60 wie 1:45 und darüberhinaus mit den Sperrholzdeckleisten der bayerischen Agenturgebäude. Neben der duetlich besseren Klebkraft geht es vor allem schneller, einfacher, sauberer; das ist jetzt für mich das Standardverfahren. Darf aber nur in gut belüfteten Räumen oder im Freien verarbeitet werden.

 

Noch einmal: Kleben mit Sekundenkleber. Wenn es nicht um das oben erwähnte »Tränken« oder Fließen in feine Ritzen geht, sondern um das Aneinanderfügen winzigster Teile geht, für die sich auch gel-förmiger Sekundenkleber nicht fein genug dosieren lässt, dann benutze ich den flüssigen Sekundenkleber so: einen Tropfen auf eine nicht saugende Unterlage setzen (am besten ein muldenförmiges Stück Kunststoff von einer Verpackung) – bis so ein größerer Tropfen trocknet, vergehen mehrere Minuten. Während dieser Zeit kann man damit arbeiten, indem man ein vorher präpariertes kleines Stückchen Draht (0,5 bis 0,8 mm) mit Griff und flachgekopftem Ende in den Tropfen tunkt, an die zu klebende Stelle führt und den winzigen Tropfen ablaufen lässt. Man berührt dabei nur leicht das fixierte Teil (mit Pinzette halten oder in einer Lehre fixiert), sonst bleibt ein Kleinteil leicht am Draht kleben.

Wer häufiger Lasercut-Bausätze montiert, wird sich über den Verbrauch an Sekundenkleber und die damit verbundenen Kosten erschrecken. Da ist mein o.a. Verweis auf den Kleber WEICON Contact VA8312 (dünnflüssig) hilfreich, den es u.a. in meinem Materialshop für 4,25 € je 20g – für den Preis bekommt man bei anderen Marken kaum mehr als 3g.

 


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