ADJ - News-Archiv Nr. 8

31.12.25

 

Schnee auf der Anlage V

oder

Der letzte, der durchkam

 

Am Nachmittag des 31.12.1936 setzte erneut heftiger Schneefall ein. Der letzte Spatzug der Grube wird sicher Oderteich noch ohne Probleme erreichen. Aber der vorletzte Zug nach Braunlage wird zu kämpfen haben.

Morgen früh, am Neujahrstag, erzähle ich euch, wie das ausgegangen ist. (Bild ist ohne KI entstanden!)

Also jetzt erstmal Guten Rutsch!

30.12.25

 

Schnee auf der Anlage IV

 

Der Schneepflug der BAE ist möglicherweise selber irgendwo stecken geblieben. Hier kommt erst einmal der mit 2PS angetriebene Pflug der Straßenmeisterei Schluft.

Den ganzen Sommer über lag er irgendwo zusammengeklappt am Straßenrand, wo er aus dem Weg war.

Wenn der Schnee tiefer wird, muss einer der Fuhrleute ein Gespann zur Verfügung stellen, damit vierspännig gepflügt werden kann. Könnte bald so weit sein, wenn es weiter so schneit.

29.12.25

 

Schnee auf der Anlage III

 

Manche von uns müssen lange zurückdenken um sich an einen Tag oder eine Nacht zu erinnern, wo es ununterbrochen schneite und man mit dem Schneeschieber nicht hinterher kam, die Räumfahrzeuge auch nicht.

Und die Eisenbahner blickten besorgt auf die sich auftürmenden Schneemassen. An einem Bahnübergang war es immer brenzlich, weils sich die Schneepflüge der Bahn und der Straßenmeisterei den Schnee gegenseitig auf die Fahrbahn schoben. So wie hier am BÜ am Ostende von Sonnenberg an der BAE, wo die Strecken von Braunlage (Hintergrund) und St. Andreasberg hereinkamen.

28.12.25

 

Schnee auf der Anlage II

 

Die Grubenanschlussbahn der Harzer Baryt-Industrie zweigt in Oderteich (dem höchstgelegenen Bahnhof) von der BAE ab, steigt sofort mit 4,5%, um kurz darauf die Strecke nach Sonnenberg zu überqueren und dann dem Scheiteltunnel zuzustreben.

 

Der Fotograf hat zufällig den Tag erwischt, an dem die 99 7204 aus der Produktion von Schnellenkamp) ihre Lastprobefahrten absolvierte. Die drei Leerwagen der Grubenbahn erwiesen sich für den Dreikuppler als keine besondere Herausforderung, trotz der 45 Promille.

In dem Durchstich unter der Brücke türmt der Wind leicht dicke Schweewehen auf, die den Hauptstreckenbetrieb schonmal lahm legen können. Ich komme in den nächsten Tagen darauf zurück.

27.12.25

 

Wer zu spät kommt, den be...

äh, dessen Rezension verschiebt der Redakteur vom ADJ in seinen Blog. Tummirleit, isso. Die beiden von Modellcenter Hünerbein in Aachen editierten Kalender kamen einfach zu spät, als dass die Rezensionen von Herbert Fackeldey noch ins Heft 19 des ADJ gesetzt werden konnten. Hätte ja gut gepasst so kurz vor Weihnachten. Na, und in Heft 20 macht es keinen Sinn mehr, das kommt erst Mitte März, da ist der Kalenderboom vorbei. Also besser hier.

Der Aachener Apotheker Reiner Bimmermann, unter Öchern auch als Straßenbahnprofessor bekannt, gibt schon seit etlichen Jahren einen schmalen in schwarzweiß gedruckten Straßenbahnkalender heraus, an den zu gelangen jedoch eine gute Dosis Vitamin B vonnöten war. Das ändert sich nun, denn das Modellcenter Hünerbein hat die Edition übernommen und damit erstmals auch den Farbdruck ermöglicht. 
Die Fotos aus der Sammlung Bimmermann sind zwischen 1959 und 1972 entstanden. Jünger können sie nicht sein, denn die Aachener Straßenbahn ist seit mehr als fünfzig Jahren verschwunden, und Versuche, eine neue einzurichten, scheiterten bisher am „festen Willen zur Kleinstadt“ (Anton Kuh über Graz). Wer sich auskennt, wird feststellen können, dass außer der Straßenbahn noch mehr verschwunden und anderes dafür hinzugekommen ist. Aus dem Junibild zum Beispiel hat sich nicht nur die Straßenbahn verabschiedet, sondern auch der Grenzzaun zu den Niederlanden und auch die Kohlenzeche im Hintergrund. Den Anderen erschließt sich jedenfalls, wie sehr sich unsere Städte seither gewandelt haben, was an zahllosen Einzelheiten wie Straßenschildern, Laternen oder Leuchtreklamen erkennbar ist – und an den Autos natürlich auch, die übrigens nicht mehr überall fahren dürfen, wo die Fotografen sie abgelichtet haben. Außer dem Datum von 2026 zeigt uns der Kalender so auch die Wirklichkeit der Epoche 3.

 

***

Das Titelbild dieses Kalenders führt ein wenig in die Irre, denn es ist die einzige Aufnahme aus dem 20. Jahrhundert; die anderen (alle von Thierry Nicholas) stammen aus den Jahren 2006-2014, und außer einer Meterspur-Garnitur (modern, aber auch schon aus dem Dienst verschwunden!) zeigen sie Schweizer Normalspur-Lokomotiven mit ihren Zügen in der Landschaft – nicht immer in einer Schweizer Landschaft, denn das Maintal und die Poebene haben sich noch dazwischen gemogelt. Den modellbahnerische Nutzwert der großformatigen Fotos (A3) sollte man nicht unterschätzen, denn man sieht auch das, was rechts und links der Gleise liegt, und in mindestens ebensolcher Breite wie auf einer durchschnittlichen Modellbahn. Auch unspektakuläre Umgebungen bieten oft reizvolle Modellbau-Anlässe, und bei aufmerksamer Betrachtung der Aufnahmen wird man viele entdecken.

Beide Kalender kosten jeweils 9,99 €. (huenerbein.de)   HFy

26.12.25; 2. Weihnachtstag

 

Schnee auf meiner Anlage

 

Wie versprochen setze ich das Thema Schnee fort. Zwar soll es evtl. auch draußen real bald einmal schneien, drauf verlassen würde ich mich nicht.

So. Die Strecke der BAE geht von Braunlage aus ziemlich steitig bergauf und erreicht zwischen Oderteich und Sonnenberg ihren Scheitelpunkt bei ca. 800m üNN. Und da die Anlage im März/April 1936 spielt, liegt in der Höhe noch Schnee. Aber nicht so richtig viel, denn es hat zwischendurch schon Tauwetter gegeben.

Hier kommt der T 15 von Sonnenberg und wird nach 200m den Scheitelpunkt der Strecke erreichen, dann geht es mit satten 3,3% hinab nach Oderteich.

25.12.25

 

Weihnachten? Schnee?

 

Irgendwie geben wir nicht auf, Weihnachten mit Schnee in Verbindung zu bringen, auch wenn das immer seltener stattfindet. Deshalb nimmt ja auch die Zahl der Weihnachtsdioramen - mit oder ohne Modellbahn - von Jahr zu Jahr zu.

Bei meiner 0m-Anlage, der Braunlage-Andreasberger Eisenbahn ist zwar nicht immer Weihnachten, aber es gibt einen Bereich, in dem immer Winter ist. Davon werde ich in den nächsten Tagen bis zum Jahreswechsel ein paar Beispiele zeigen - ganz ohne Winterzauber, ohne Winteridylle und ohne Winterkitsch, einfach nur Winter. So realistisch wie möglich.

 

Heute fange ich mal mit einem Bild vom "Vorbild" an. Vorbild deshalb in Anführungszeichen, weil meine BAE ja ein fiktives Vorbild hat. Aber sooo fiktiv nun auch wieder nicht. Ich habe genau definiert (mit Einzeichnen in ein Messtischblatt) wo sie mal langgeführt hat. 

 

Das Bild zeigt die so genannte Bärenbrücke im Tal der Warmen Bode zwischen Braunlage und Königskrug. Da hat die BAE bei der Ausfahrung des Tals zwecks Höhengewinnung eine Kehrkurve gemacht, die ich hier mal in ein Foto der Bärenbrücke eingezeichnet habe. 

Rechts oben kommt die Trasse vom der Ladestation Wurmberg und von Braunlage und unten geht es kräftig bergauf nach Königskrug. Das kommt mit dem Minimalradius der Südharzbahn von 60m (= 1,33m in 0m) bestens hin. Prototype freelancing my way.

23. 12. 25

 

Nur noch ein Tag bis

Heiligabend.

Erstmals habe ich meine Weihnachtskarte nicht an der BAE produziert, sondern an der

 

Redaktionanlage

Rotsteinbahn, was auch besser passt, da nicht nur ich persönlich euch gute Weihnachtswünsche sende, sondern auch das ADJ und die edition jaffa (ohne die es weder das ADJ noch die Rotsteinbahn gäbe).

Möge das eine oder andere fehlende Teil für eure Anlage auf dem Gabentisch landen.

Otto (OOK)

23.12.25

Achtung!

Der Erstverkaufstag für ADJ 19 in den Bahnhofsbuchhandlungen war am Freitag! Noch ist also Gelegenheit, sich oder einen Freund damit zu beschenken.

Geheimtipp: Einige BaBus haben auch noch Restexemplare des Blauen Buches.

14.12.25

 

Katze ist weg!

 

Aber das Rechteckige ist voll zu sehen. 

Also doch ein Buch, aber kein rotes, sondern zur Abwechslung mal ein grünes. Es geht einzig und allein um

 

Kompaktanlagen. 

 

Die vier auf dem Cover sind alle von mir selber gebaut, daher kann ich ihre Konzeption und den ganzen Bau bis ins kleinste Detail beschreiben. Es gibt aber weitere von anderen gebaute Anlagen, da untersuche ich die Konzeption und mache Optimierungsvorschläge, kann aber über den Bau nichts sagen.

In den nächsten Tagen werde ich noch ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern.

Ach so, ehe ich es vergesse: Das Buch erscheint am 14.3.26 und wird an dem Tag bei Modellbahn Kramm in Hilden vorgestellt. Details folgen.

 

13.12.25

 

Morgen

 

zum 3. Advent wird die Katze an dieser Stelle aus dem Sack gelassen.

Dann wird auch das Rechteckige, das hier nur umrisshaft auszumachen ist, voll sichtbar sein.

 

Innerhalb des Rechteckigen wird man dann vier Quadrate sehen, die zwar ein gemeinsames Thema haben, aber ganz unterschiedliche Aussagen dazu. 

 

10.12.25

Same procedure as last year

 

Die Katze im Sack ist mächtig am Rumoren und Kicken, sie will raus, darf aber noch nicht. Wie man sieht - auch das war im letzten Jahr genauso - muss da

 

irgendetwas Rechteckiges

im Sack sein. Vielleicht doch ein rotes Buch?

Einige Abonnenten, die ihr Heft 19 schon heute bekommen haben, wissen schon Genaueres. Auf den Seiten 34 und 46 ist weder ein Sack noch eine Katze zu sehen, aber das Rechteckige.

9.12.25

 

Heute hat mal ADJ-Mitarbeiter Dirk Jürgensen das Wort:

 

Betrieb bei der "Bahn in der Scheune" im Schwarzwald

Vielen dürfte die Höllentalbahn im Schwarzwald ein Begriff sein und auch die Anlage von Dieter Bertelsmann, gestaltet von Josef Brandl: „Die Bahn in der Scheune“. Wem das noch nichts sagt schaue einmal auf deren Homepage: https://diebahninderscheune.com

Das beste daran: Es wird dort richtig Modelleisenbahnbetrieb gemacht und sogar beigebracht! Es gibt Seminare und Betriebstage. Und es gibt Events der besonderen Art: Privat organisierte Betriebssessions, wie z.B. im Herbst 2024 und auch wieder Ende Oktober 2025, wo sich im Wesentlichen (aber nicht nur) ADJ-Leser zusammengefunden hatten. In ADJ Nr. 16 wurde ausgiebig über das 2024er Betriebswochenende berichtet.

Das nächste derartige Event ist auch schon wieder geplant: Vom 12. Bis 15. März 2026: Am Donnerstag ab ca. 16:00 werden die ersten Vorbereitungen wie z.B. die Startaufstellung, getroffen, die Anlage und Loks einmal durchgetestet sowie eventuelle „Neulinge“ auf der Anlage streckenkundig gemacht. Anschließend geht es zum gemeinsamen Abendessen. Am Freitag startet dann der Modelleisenbahnbetrieb ab 09:00 Uhr. Es werden „Fahrpläne gefahren“ (wie das so schön im Fremo-Jargon heißt). Sonntag ca. 13:00 Uhr ist Ende. Zwischendrin ganz viel Züge fahren, rangieren, quatschen, Gleichgesinnte treffen und kennenlernen, gemeinsam Essen; rund um einfach entspannt Spaß zusammen mit dem gemeinsamen Hobby haben.

Es sind sogar noch Plätze frei! Bei Interesse einfach im MAPUD-Forum im Thread „Nächster Termin Betriebssession bei der "Bahn-in-der-Scheune" (BidS): 12.-15. März 2026“ melden.

Fotos: Erik Süske

 

7.12.25

 

Ich glaub' es geht schon wieder los

 

Letztes Jahr kam die

 

Katze im Sack

 

an Silvester, diesmal schon zum 2. Advent. Und entsprechend früher wird sie auch rausgelassen werden. 

Eins kann ich gleich "verraten": ein Blaues Buch 3.0 wird es nicht geben. Was dann? Vielleicht ein rotes Buch? Oder gar kein Buch. Bringt Jaffa nach der RUR vielleicht die Wupper? Schaumermal.

 

3.12.25

Eigentlich

müsste der Nikolaustiefel durchgekreuzt sein wie ein ungültiges Hauptsignal. Denn diesen Termin (6.12.) wird die Aussendung des 

 

ADJ 19

 

an die Abonnenten leider verfehlen. Wäre ja auch zu schön gewesen. 

Aber nur wenige Tage später werdet ihr euer Heft im Briefschlitz haben.

Das Inhaltsverzeichnis folgt dann auch rechts in der Menüspalte.

30.11.25

Ausgerechnet

im MJM, einer schwedischen Modellbahnzeitschrift, die ich im Austausch bekomme, stieß ich auf eine

 

Rezension der

Schreiber Modellbaubögen.

 

In der neuesten Ausgabe (Nr. 65) dieser Zeitschrift bespricht Autor Anders Ericson diverse Schreiber-Bögen von Gebäuden 1:87, die er gebaut hat, darunter das große Backsteingebäude der Maschinenfabrik Schmidt. Das Bild von dem fertigen Modell spricht mich sehr an, da muss man dreimal hinschauen um zu realisieren, dass es Karton-Modellbau ist. Lt. Hersteller ist es ein mittelschwerer Bausatz, aber der Artikelschreiber stöhnt mehrere Male und meint, es wäre schon gut, reichlich Erfahrung mit Kartonmodellbau zu haben, wenn man dieses Modell angeht, und er verschweigt auch nicht diverse Patzer, die ihm dabei unterlaufen sind.

Mir kommen da so diverse Ideen, aber es ist noch zu früh, darüber zu reden. Schaumermal. Irgendwann kommt da mal was im ADJ.

                                             22.11.25

Detaillierte Besprechungen

 

Unter dem Logo "Im Visier der Redaktion" bringt das ADJ Besprechungen von Modellbahnprodukten, allerdings nicht in jedem Heft, viele Hersteller sind nicht so einfach bereit, einer relativ neuen und ihnen nicht seit langem bekannten Zeitschrift Besprechungsmuster zur Verfügung zu stellen.

Außerdem besprechen wir auch nur Artikel, bei denen wir einen Mitarbeiter der Redaktion haben, der die notwendige Kompetenz zur Beurteilung und Bewertung genau dieses Produktes hat. 

Links zwei Bilder von den Besprechungen im kommenden Heft 19.

20.10.25

 

Zwei Tunnelportale/Doppelportale

 

als gestalterisches Problem in Anlagenplanung und Bau

 

Heute konnte ich in Hergiswil NW in der Nähe von Luzern dieses Tunnelportalpärchen links  aufnehmen.

 

Was es nicht alles gibt! Gerade hatte ich vor drei oder vier Heften im ADJ in der Rotsteinbahn-Serie mehrfach auf das Problem hingewiesen, das zwei Tunnelportale nebeneinander aufwerfen. Sieht immer irgendwie falsch aus. Aha? Offenbar macht sich das Vorbild da keinen Kopf, ob es richtig oder falsch aussieht.

Trotz alledem sieht es ungewöhnlich aus, normal ist das nicht. Und warum gibt es hier die zwei Tunneleinfahrten mit einem Hosenträger davor? Also: in Hergiswil trennen sich die zwei Zentralbahnstrecken  (Meterspur) von Luzern nach Interlaken (rechts) und Engelberg (links). Die Tunnelröhren laufen auch nicht parallel, sondern die linke biegt weiter nach links, fast 90°,die rechte führt zunächst ca. 1km geradeaus und biegt dann ca. 75° nach rechts. 

Das untere Bild zeigt einen Zug der S4 nach Stans. Auf dem rechten Gleis fährt die S5 nach Giswil. Auf beiden Strecken gibt es aber auch Interregiozüge: den Luzern-Interlaken-Express über die Brünig-Bergstrecke und den Luzern-Engelberg-Express. Beide fahren ohne Halt durch Hergiswil.

 

Hierzu passt, dass ich gestern mit der Gotthardbahn bis Göschenen gefahren war und dann mit der Matterhorn-Gothard-Bahn (früher FO) nach Andermatt. Ich wusste, dass es in Göschenen auch ein Doppelportal gibt, aber die Umsteigezeit reichte nicht, um es zu fotografieren, daher hier ein Bild aus Wikipedia (Creative Commons, Markus Schweiß):

Die linke Röhre ist wie ich gelesen habe, jüngeren Datums und mündet nach einigen hundert Metern in die Hauptröhre. Offenbar wollte man lediglich dokumentieren, dass zwei Portale nebeneinander völlig ok sind. ;-)

Tja, gehen mir nun die Argumente aus? Nö, Doppelportale werden auf Anlagen weiterhin zumindest eigenartig aussehen, da helfen auch die beiden Ausnahmen von Göschenen und Hergiswil nicht. Na, ich denke, ich werde da in einem der nächsten ADJ-Hefte nochmal was zu sagen. *Hände reib*

6.10.25

 

Ein Modellbahnpionier

 

Burkhardt Kiegeland

und sein Buch

Modelleisenbahn

 

Burkhardt Kiegeland schrieb sein Buch Modelleisenbahn schon in der ersten Hälfte der Siebziger, und nicht viel später kam ich in den Besitz meines Exemplares, das mich total faszinierte.

Jahrzehntelang hörte ich nichts mehr von dem Buch, erst als ich begonnen hatte, das ADJ zu redigieren, traf ich plötzlich immer häufiger Modellbahner, die sagten, dass "der Kiegeland" das entscheidene Buch ihres modellbahnerischen Werdeganges gewesen sei. Also ähnlich wie bei mir.

 

Jetzt habe ich mal ein wenig geforscht und festgestellt, dass das Buch damals in vielen unterschiedlichen Ausgaben erschienen ist, die oben abgebildeten Cover zeigen höchstens die Hälfte davon. Mein eigenes Exemplar sieht auch anders aus. Was hat es nun auf sich mit dem Kiegeland, was ist das Besondere an ihm? 

Ganz einfach: Kiegeland hat schon 1970 den bedeutungsschweren Satz geschrieben:

 

"Ob eine Modelleisenbahn gelungen ist oder nicht, darüber entscheiden mehrere Kriterien. Ganz wichtig ist zum Beispiel, dass sie eine Verkehrsidee darstellt, ein Thema, das bei der großen Eisenbahn eine Entsprechung findet."

 

 Wie Recht er doch hat. Aber hätte Kiegeland einen guten Lektor gehabt, hätte dieser ihn vermutlich aufgefordert, ein paar Beispiele zu nennen, wie das konkret aussehen könnte. So liest man zustimmend nickend drüber weg, eine Schwäche, die das ideenreiche Buch an vielen Stellen hat.

 

"Über die Reize des Zweizugbetriebes auf einem einfachen Oval habe ich nichts geschrieben, schon Dreijährige verlieren daran schnell den Spaß. Ein geschickt gestalteter Industrieanschluss, ein kleiner Kopfbahnhof bieten unvergleichlich mehr Spielmöglichkeiten."(17)

 

"Der größte Vorzug der offenen Anlagenformen besteht nun gerade darin, dass der Sinn allen Verkehrs im Modell nachgebaut werden kann: Züge verbinden zwei räumlich durch Strecke getrennte Punkte, Züge fahren von A nach B und kehren von B nach A zurück" (52)

 

"Bei der großen Eisenbahn werden weder Personen noch Güter auf mehr oder weniger getarnten Ovalen im Ringelverkehr befördert. Von den Ausnahmen auf Gartenschauen und Weltausstellungen sollten wir keine Regeln für unsere Modellbahnanlage ableiten." (76)

 

"Meine Maxime für die Modellbahn lautet:  die längstmögliche Strecke zwischen den zu verbindenden Punkten und der größte Rangieraufwand!" (104)

Ja, er war seiner Zeit weit voraus, dieser Kiegeland. Sein Buch muss angesichts der zahlreichen Ausgaben in -zigtausenden von Exemplaren unter die Menschheit gekommen sein. Doch die Botschaft ist kaum angekommen, wie wir wissen. Die Frage, warum nicht, werde ich demnächst versuchen zu beantworten.

 

Teil II folgt.

16.8.25

 

Pictogramme Pictogramme

 

Es gibt eine ganze Reihe von Eigenheiten, die das ADJ von anderen Modellbahn-Zeitschriften unterscheiden. Dazu gehören auch die (meist) quadratischen Pictogramme, die besondere Themenbereiche oder Rubriken grafisch kennzeichnen.

Drei davon (ALADIN, RANGIEREN ABER RICHTIG und Betrieb) etikettieren Themenbereiche, die für das ADJ besonders typisch sind und in anderen Zeitschriften kaum bis gar nicht thematisiert werden.

Ab und an entsteht Bedarf für ein neues Pictogramm oder zumindest eine neue Variante. So zum Beispiel beim Thema Sicherungswesen. Bisher war da ein Stellwerks-Weichenhebel in minus-Stellung abgebildet.

In Heft 18, das Anfang nächster Woche in Druck geht, gibt es wieder einen Artikel zum Thema Sicherungstechnik, aber ein solcher Stellwerkshebel kommt nicht darin vor, dafür einige Schlösser. Also schuf Jaffa ein neues Pictogramm, wo neben dem Hebel auch zwei Schlüsselwerk-Symbole enthalten sind.

Beim Thema Betrieb hat sich auch etwas Neues ergeben, nämlich der von ADJ gern und wiederholt propagierte Betrieb zu mehreren an unterschiedlichen Anlagen. Dazu gibt es jetzt erstmalig einen doppelseitigen Bilderbogen, und es brauchte ein neues Icon. Denn wir hoffen, dass es nicht bei diesem einen Mal bleiben wird.

9.8.25

 

Rudi und Marcus

Basteln in der Redaktion

 

Rudi ist der Bastler Nr.1 in der ADJ-Redaktion und Marcus immerhin Kolumnist. Aber wo isser? Rudi ist deutlich zu sehen, Marcus aber nicht. Das wird den Marcus selber vermutlich noch mehr verwirren als alle anderen Leser.

So, ich hatte meinen Spaß mit euch, jetzt lasse ich die Lösung des Verwirrspiels aus dem Sack:

Rudi baut dort an einer Kohlenhandlung - für einen Artikel im ADJ, logo.

Diese Kohlenhandlung ist eine besondere und hat natürlich ein konkretes Vorbild. Es ist die Kohlenhandlung Marcus in B. Und wo B. liegt, wird noch nicht verraten, nur dass die Kohlenhandlung bis zur Wende eine PGH war.

Der Nachbau ist nicht ganz einfach, und es kann schon noch ein paar Hefte dauern, bis die Kohlenhandlung Marcus im ADJ erscheint. Dann kann Marcus dazu etwas in seiner Kolumne schreiben. 

28.7.25

 

Jaffa und OOK 

beim Kirnitzschtalfest

am vergangenen Wochenende

 

Jaffa an der Endhaltestelle Lichtenhainer Wasserfall

 

Dass im Kirnitzschtal südlich von Dresden eine Straßenbahn mit zweiachsigen Fahrzeugen ins Elbsandsteingebirge hinein fährt, ist vielen Eisenbahnfreunden bekannt.

Dass dort alljährlich auch ein Kirnitzschtalfest gefeiert wird, wohl weniger. Wir wussten es vor einigen Monaten auch noch nicht, erfuhren es aber rechtzeitig. Und da ganz in der Nähe eine Modellbahnanlage für das ADJ zu fotografieren war, lohnte die weite Anreise doppelt.

Es handelt sich um eine eingleisige meterspurige Straßenbahn, die im engen Tal in Seitenlage am Straßenrand verkehrt. Die Fahrzeuge sind ausnahmlos Zweiachser aus  diversen Bauepochen, die aber allesamt noch aus DDR-Zeiten stammen. Die neuesten Fahrzeuge sind solche von Typ Gotha aus den Baujahren 1957 bis 1960.

Im Normalbetrieb verkehren die Bahnen halbstündlich ab Bad Schandau Kurpark. Dafür werden zwei Züge benötigt, die sich an einer der beiden Kreuzungsstationen begegnen. Bei Anlässen mit Zusatzverkehr mit historischen Fahrzeugen, wie jetzt beim Kirnitzschtalfest, verkehren wesentlich mehr Züge, aber der Fahrplan zeigt unverändert den halbstündlichen Betrieb., Es fahren dann in jeder Richtung mehrere Züge hintereinander her. 

Wie das sicherungstechnisch auf der eingleisigen Strecke geregelt wird, ist eine spannende Sache, die demnächst in einem ADJ-Artikel detailliert beschrieben werden wird. Das Foto zeigt im Vordergrund zwei bergfahrende Züge, im Hintergrund zwei vom Lichtenhainer Wasserfall herunter kommende Züge, die an der Schneiderweiche kreuzen werden.

Anlässlich des Festes waren im Depot u.a. auch Modell-Strassenbahnanlagen ausgestellt, eine von ihnen im LGB-Maßstab 1:22,5, die zwar weniger mit realistischer Landschaft, dafür aber mit hervorragenden Fahrzeugmodellen punkten konnte.

Die Kirnitzschtalbahn ist eine Bahn des öffentlichen Nahverkehrs, und deshalb gelten auf ihr auch "normale" Fahrausweise wie das Deutschlandticket oder die Gästekarte von Bad Schandau. Der Chronist besaß beide, ließ es sich aber nicht nehmen, eine Tageskarte zu erwerben sowie das Zuschlagticket von 1€ für die Benutzung der historischen Fahrzeuge. Diese Sondereinnahme geht auch, wie wir erfahren haben, an den Verein, der die historischen Fahrzeuge unterhält und ggf. aufarbeitet.

24.6.25

 

Rangierdrama bei Butzbach - Lich

 

Lobo muss rennen

 

Die Serie Rangieren aber richtig, die als Fortsetzung der Rangierszenen in OOKs Buch gleichen Namens (leider vergriffen) entstanden ist, ist zu einem der Markenzeichen des ADJ geworden.

Die neue Folge im soeben erschienenen Heft 17 hat als Besonderheit, dass die Story dazu nicht wie sonst in der Redaktion durch Interpretation der Bilder verfasst wurde, sondern der authentische Bericht des damaligen Lokführers ist. Das gibt der Geschichte einen besonderen Pep.

 

ADJ 17 ist schon bei den Abonnenten, am Freitag wird es in den Bahnhofsbuchhandlungen sein. Das komplette Inhaltsverzeichnis findet man rechts in der sidebar unter ADJ 17 (Juli 25).

15.6.25

 

Sicherungstechnik auf der Modellbahn

 

ist in der deutschen Modellbahnpresse noch wenig präsent, was zu der Annahme verleiten könnte, dass kaum jemand das macht. Dem ist nicht so, aber die Mehrzahl dieser Modellbahner hat ihr (sicherungstechnisches) coming out noch vor sich.

Das ist auch der Grund, warum selbst im ADJ  noch nicht so viel darüber zu lesen war, obwohl wir von diversen Lösungen Kenntnis haben.

Jetzt in ADJ 17 ist zum Glück eine der großen Ausnahmen zu sehen und zu lesen.

 

Reinout van Rees, der seine knuffige Eifelburgenbahn schon in ADJ 6 vorstellte, hat sich für seinen Bahnhof Berenbach-Ulmen ein kleines Stellwerk mit einfachster Verschlusstechnik gebaut, besser gesagt gebastelt. Wirklich low tech vom Feinsten, wie er an so eine Sache heran geht, mit dem Effekt, dass man kein super Feinmechaniker sein muss, um ihm nachzueifern. 

Er erklärt alles gut und macht diese Stellwerkgeschichte auch jedem bisher davon Unbeleckten verständlich.

 

Was gibt es zu kaufen?

Reinout verwendet simple Möbelschlösser aus dem Baumarkt und bringt ihnen bei, sicherungstechnisch zu funktionieren. Gut gemacht.

Auch die Weichenhebel, die er verwendet, richtig gute Sachen, kann man fertig kaufen, aber das ist Geheimwissen, denn hat jemand schon solche Hebel beworben gesehen? Sehr feine einbaufertige Schlüsselwerke komplett mit Gestänge, integriertem 2pol. Umschalter und richtigen Weichenschlüsseln gibt es auch. Wo? Ich weiß es, ein paar andere auch. Der Rest muss selber schauen, wie er/sie das rausfindet.*  Schade eigentlich. Wir könnten viel mehr Stellwerks- und Sicherungstechnik an unseren Anlagen haben. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. ADJ wird jedenfalls weiterhin Beiträge zur Sicherungstechnik bringen, nicht in jedem Heft, klar, aber immer wieder mal.

 

Einladung: Du hast auch was in Sachen Sicherungstechnik entwickelt, gebastelt, gebaut? Magst du es der Redaktion zeigen? Wir schauen uns das gerne an, ob ein Artikel draus werden kann. Erstmal kurze Mail an [email protected] (das r durch das Wort redaktion ersetzen und das Wort eins durch die Ziffer.

 

*In älteren ADJ-Ausgaben (vor der Nr. 13) gab es Anzeigen von solchen feinen Schlüsselwerken.

10. Juni 25

 

4 x 4 - 3 = 13

 

Wenn ADJ 17 morgen wie angekündigt aus der Druckerei kommt, dann haben die Abonnenten die Chance, es noch zum Wochenende im Briefkasten zu haben.

Und Neukunden können noch in letzter Minute auf den Zug aufspringen und das Heft bei Jaffa bestellen.

 

Erstmals ist in der ADJ Verlagsanzeige das ganzseitige 4x4 Hefte-Display tatsächlich mit 16 Ausgaben gefüllt. Und auch wieder nicht, denn mittlerweile sind drei Hefte ausgegangen, sprich vergriffen. Wer also seine Sammlung möglichst komplett haben möchte, sollte nicht lange fackeln und ordern, bevor weitere Hefte fehlen.

Aktuelles spezielles Kulanzangebot von Jaffa: Wer jetzt "einmal abräumen bitte" bestellt, also alle lieferbaren Hefte auf einen Schlag, bekommt die drei vergriffenen Hefte als pdf-Version dazu. 

1.6.25

Die Geschichte, die eine Anlage erzählt

Frei nach Tony Koester: To tell a story

 

Das Editorial von ADJ 15 hatte die Überschrift Telling a story und bezog sich auf eine so betitelte Folge von Tony Koesters Trains of Thought-Kolumne im Model Railroader. Ich wollte zeigen, dass es weniger darum geht, dass eine Anlage "viele nette kleine Alltagsgeschichten" erzählt, sondern eine (oder gar die) große Story, die etwas mit ihrer Existenz, ihrer Aufgabe und ihrer Bedeutung zu tun hat.

Am Schluss des Editorials nannte ich dann Frank Kloses Grainitz II-Anlage, über die im gleichen Heft berichtet wurde, ein besonders gutes Beispiel. Und es ging darum, dass die auf der Anlage dargestellten Bahnlinien "nicht irgendetwas hin und her karren, sondern in der Hauptsache ein Gaswerk mit Kohle beliefern und dem VEB Elektromaschinenbau Rohstoffe zuführen und seine Produkte zum nächsten Knoten" zwecks Weiterbeförderung transportieren ... Das ist eine Story wie Tony Koester sie meinte.

Nun kommt in ADJ 17, das in Kürze in Druck geht, eine ganz andere Story von der gleichen Anlage. Und die ersetzt nicht die alte, sondern wird hinzuaddiert, eine weitere große Aufgabe, der Schotterverkehr von Unterkarolsdorf. Der ist noch besonders interessant, weil sich die Transportrichtung im Laufe der (DDR-)Geschichte zweimal änderte. Auf fünf Seiten sehr schön erzählt und mit packenden Aufnahmen sehr gut illustriert.

27.5.25

 

Restarbeiten an der Redaktionsanlage Rotsteinbahn

 

Was der RSB noch fehlt, sind Weichenantriebe. Und wir haben lange überlegt, was wir da machen wollten. Einfach handelsübliche Unterflurantriebe drunterschrauben wie einige Besucher das vorgeschlagen haben?

Das wäre etwas, was jeder kennt, um das zu lesen, muss man nicht das ADJ kaufen. Also was ganz anderes? Aber was?

Zu hoher Aufwand sollte auch nicht getrieben werden, weder arbeitsmäßig noch finanziell, denn die Lebenserwartung der Kompaktanlage ist ungewiss.

 

Wir haben letztendlich eine simple Art Stellwerk konstruiert, wo die Weichen mit handelsüblichen Schaltern gestellt werden und es doch irgendwie stellwerksmäßig aussieht.

Im obersten Bild stellt HFy einige Teile für die Stellmimik her, die er im zweiten Bild in die hochkant gestellte Anlage einbaut.

Im dritten Bild ist RSB-Dauerbauer Rudi dabei, die Tragegriffe der Anlage durch schöne fingerfreundliche Eingriffslöcher zu ersetzen.

In einem der nächsten ADJ-Hefte werden wir das alles sehr ausführlich zeigen.

 

15.5.25

 

Methode Eichhörnchen

 

Jaffa hatte es geahnt. Als wir am Morgen nach dem Event in Aachen noch zusammensaßen, meinte er, dass möglicherweise Bestellungen für das Blaue Buch "bitte vom Autor signiert" kommen würden und bat mich daher, einen Karton voll im Voraus zu signieren, damit er entsprechende Bestellungen bedienen kann.

Gesagt getan. Einige Besteller konnte er bereits so beliefern.

 

11.5.25

 

Nun ist es passiert.

 

 

Gestern war die lange angekündigte Buchpräsentation bei Fa. Hünerbein in Aachen.

10.5.25 kurz vor 11 Uhr: OOK zeigt sein neues Werk, das Blaue Buch 2.0

Foto: Modellcenter Hünerbein

 

Achtung: Bilder werden beim Draufklicken vergrößert!

Nach der halbstündigen Ansprache von OOK war Signierstunde. Von der Gelegenheit machten viele der Gäste Gebrauch, über dreißig.

 

 

Einen besseren Platz als das Modellcenter Hünerbein hätten edition jaffa und OOK sich für die Buchpräsentation weder vorstellen noch wünschen können. Die Gastgeber hatten an alles gedacht, Präsentationstisch, Redetisch, Bestuhlung, alles war liebevoll vorbereitet. Der Autor wurde mit Wasser und Cappuccino versorgt, alles bestens.

Mit besonderer Freude begrüßt OOK einen niederländischen ADJ-Autor, der es sich nicht hatte nehmen lassen, von Utrecht bis nach Aachen zu kommen, um gleich am Erscheinungstag ein Blaues Buch zu erwerben und signiert zu bekommen.

 

Signieren ist die leichteste Arbeit, die ein Buchautor zu machen hat. Aber auch die leichteste Arbeit kann auf Dauer anstrengen - und der Strom der Interessenten wollte gar nicht abreißen. Trotzdem macht man das gerne, keine Frage. Es ist der direkte Kontakt zwischen Autor und Leser. Und wenn jemand, der das Buch erworben hat, es den Autor zum Signieren vorlegt, ist das auch ein Akt der Solidarität.

OOKs Vortrag dauerte über eine halbe Stunde, aber es gab beim Publikum keine Ermüdungserscheinungen, sondern gespanntes Zuhören bis zum Schluss.

Ein Detail an Rande. Im großen Zeitschriftenregal hinter OOK ist links eine ganze Reihe von ADJ-Ausgaben zu erkennen. Das war keine Regie, sondern Zufall. Aber Hünerbein war der erste Wiederverkäufer des ADJ und setzt immer noch relativ große Stückzahlen ab. Genau deshalb fand diese Buchpräsentation hier und nirgend anders statt.

Ein Wunsch an alle regelmäßigen Leser dieses Blogs:

Bitte weitersagen bzw. Link zu diesem Blog teilen. Und das ADJ den Freunden empfehlen.

Eventuelle Kommentare an [email protected] (das r. durch das Wort redaktion ersetzen)

 

6.4.25

Frank Ellison vs. James Hilton

 

Modellbahn als Kunst

 

The art of model railroading vs. The art of railway modelling

 

Die winzige Abkürzung vs. heißt voll ausgeschrieben „versus“ und bedeutet bekanntermaßen „im Gegensatz zu“ oder gar „in Gegnerschaft zu“.

Wer schon öfter etwas von mir gelesen hat, ist dem Namen Frank Ellison sicher schon begegnet, denn auf sein Buch The Art of Model Railroading beziehe ich mich gerne.

Als ich jetzt im Web eher zufällig ein Buch mit dem Titel The Art of Railway Modelling erblickte, war ich getriggert. Das Gleiche auf Britisch? Nun ist das Buch von Ellison alt, sehr alt, schon vor meiner Geburt erschienen, und das Pendant von Hilton relativ frisch, gerade mal zwei Jahre alt. Da war ich schon interessiert, herauszufinden, wie sich der Blickwinkel auf Modellbahn als Kunst im Laufe vieler Jahrzehnte verändert hat.

Hiltons Buch ist bei Wild Swan in GB erschienen und kostet 18,50 Pfund, für ein 100 Seiten Buch A4 ein ziemlich normaler Preis. Da kam dann allerdings 12 € Porto hinzu plus ein wenig Zoll - Brexit sei Dank - plus eine dreimal so hohe Gebühr von DHL weil man so nett war, die Zollgebühr auszulegen. Also insgesamt kein Schnäppchen. Seis drum.

Ich brauchte nicht sehr weit zu lesen, um den unterschiedlichen Ansatz der beiden Autoren herauszufinden. Gleich auf S. 6 schreibt Hilton (Übersetzung von mir):

Ich baue Modelleisenbahnen, nicht Modelle von Eisenbahnen. Künstlerisch vorzugehen anstatt ein Sklave des Vorbildes sein zu wollen ist, wie ich die Welt sehe.
Also genau das Gegenteil von dem, was ich (und da kann ich mich auf Frank Ellison berufen) immer sage: Ich baue keine Moba, ich baue das Modell einer Eisenbahn.

Da hätte ich das Buch eigentlich gleich wieder zuklappen können. Nicht mein Ding. Zum Glück habe ich diesem Impuls nicht stattgegeben, sonst hätte ich ein hochinteressantes und spannendes Buch verpasst. 

 

Ausführliche Rezension von Jaffa und OOK in ADJ 17

3.4.25

 

Ungleichgewicht ausgeglichen

 

Von Anfang an hat Jaffa auf seiner moba-shop website einen Menüpunkt "About Jaffa" in der sidebar. So weit so normal. Soll ja jeder wissen, wer der Scheff vons Janze ist. 

Aber kürzlich wurde ich von einem Neuleser gefragt, wieso es denn keinen Menüpunkt "About OOK" gäbe, der sei doch schließlich der Hauptautor dieses Verlages. 

Stimmt eigentlich, oder? Also schnell vom Verleger einen Menüpunkt anlegen lassen und diesen dann in einer Nachtsitzung gefüllt. Der ist hier links abgebildet, wenn ihr da rein schauen wollt, müsst ihr jedoch rechts in die sidebar gucken und dann klicken. Viel Spaß.

31.3.25

 

So oder so

 

Zwei Anlagen auf einer früheren Intermodellbau in Dortmund

 

Gravierende Unterschiede im Landschaftsdesign

 

Vor zwei Jahren war ich zuletzt auf der Intermodellbau, wo ich unter anderem die beiden Aufnahmen links von ausgestellten Kompaktanlagen geschossen habe.

Die Anlage im oberen Bild ist ein Exponat der Fa. Märklin, die untere Anlage wurde von der Modellbahn AG eines Gymnasiums in Süddeutschland ausgestellt.

 

Was auf den beiden Bildern nicht so rauskommt: Während die Märklin-Anlage immer dicht umlagert war - da herrschte richtig Gedränge - ging es bei der Schul-AG Anlage wesentlich lockerer zu, man verweilte auch nicht so lange. Der Grund ist nicht schwer zu erkennen: die Märklin-Anlage bedient ganz offensichtlich den mainstream, die untere mit ihren kahlen Wiesenhängen nicht. Sie entspricht wesentlich mehr den Ideen, die im ADJ transportiert werden.

 

Meine eigene Meinung dazu kenne ich, da könnte ich länglich drüber schreiben. Mich würde aber eure Meinung dazu interessieren, egal ob ADJ-Leser oder nicht. Vielleicht habt ihr Lust, mir eine kurze email zu schreiben, was ihr an welcher Anlage gut und was nicht so gut findet: redaktionätjaffaeins.com*

 

*Die email-Adresse ist leicht anonymisiert, ihr müsst natürlich ät durch den Klammeraffen ersetzen, das Wort eins durch die Ziffer und den Suffix durch

de.

 

Ach, noch eins: Ich werde auch in diesem Jahr vermutlich nicht zur Intermodellbau fahren - aus gesundheutlichen Gründen. Viele von euch werden aber hinfahren, und ich würde mich freuen, Bilder von dort ausgestellten Anlagen von euch zu bekommen.

26.3.25

 

Ein Fall besonderer Wertschätzung

 

ADJ gebunden als Buch

 

Ein Abonnent des ADJ postete dieses Bild gestern im MAPUD-Forum und schätzt sich glücklich, noch alle Hefte von Anfang an bekommen zu haben. Das wird künftig schwieriger, weil schon zwei frühe Ausgaben vergriffen sind.* Er hat sich die Hefte professionell mit Fadenheftung und Leinenumschlag binden lasssen. Da ist ja sogar der Chefredakteur neidisch.

Übrigens: Wer zur Zeit "alle erschienenen Hefte" bestellt, bekommt die beiden vergriffenen Ausgaben als pdf zum selber Ausdrucken dazu.

 

Gleich noch ein Wort zu der Verlagsanzeige auf dem Rücktitel des Heftes 4: Von den drei dort angekündigten Publikationen ist derzeit die BAE-DVD/BluRay und das Barytbahnbuch lieferbar, das Buch Schöne alte Zweckbauten ist auf den St. Nimmerleinstag verschoben. Und das Buch links oben Die Fensterbachtalbahn ist vergriffen. Ich fang an mit 0m ist lieferbar. Wer weiß, wie lange noch.

 

*zumindest bei Jaffa. Diverse Händler mögen noch kleinere Vorräte haben.

12.2.25

 

Katze aus dem Sack?

 

Was ist denn nun drin im neuen Blauen Buch?

 

Am 1.1. habe ich die Katze aus dem Sack gelassen und erstmals das neue Blaue Buch gezeigt, das das alte von 2012 ersetzen soll.

Naja. eigentlich habe ich nur die Hülle gezeigt, neudeutsch das Cover. Ich denke, es wird allmählich Zeit, meinen Lesern mehr Informationen zum Inhalt des Buches zu geben. Nachfolgend also das Inhaltsverzeichnis mit Stand von heute (geringfügige Änderungen vorbehalten).

Das Buch enthält 90 Gleispläne, 86 Fotos und 54 sonstige Grafiken.

9.2.25

 

... und wieder eine tolle Anlage für das ADJ fotografiert.

 

Für einmal brauchte Jaffa nicht allzu weit zu fahren, um diese Anlage zu besuchen. Die lag bzw. liegt an der Fahrstrecke zur Redaktionssitzung bei OOK. OOK kam ein Stück mit dem Zug entgegen, und schon war man zu zweit vor Ort. 

Der Kellerraum war zwar im Ganzen sehr gut ausgeleuchtet, dennoch leisteten Jaffas LED-Photoleuchten gute Dienste, denn Licht kann man gerade bei Modellaufnahmen nie genug haben.

In der linken unteren Ecke des Bildes sieht man Jaffas Tablet, von dem aus er die Kamera steuert.

 Gerade läuft ein Nahgüterzug in die kleine idyllisch gelegene Kreuzungsstation ein, wo ein Wagen auszusetzen und drei aufzunehmen sind und wo am Ende noch eine Kreuzung mit einem Personenzug stattfindet. Das wird einen peppigen Artikel in einer der nächsten ADJ-Ausgaben geben.

17.1.25

 

Anlagenvorstellung oder Rangierartikel?

 

Im Herbst 23 hat OOK in Bayern zwei Modellbahnen fotografiert. Die TT Anlage Grainitz II wurde schon in ADJ 15 vorgestellt, jetzt in 16 kommt die andere, eine betriebsorientierte H0-Anlage.

Der Anlagenbesitzer schickte kürzlich eine Serie von Aufnahmen von Rangiervorgängen auf seiner Anlage, die OOKs Aufnahmen zwar nicht gerade obsolet machen, aber irgendwie in den Schatten stellen. Deshalb werden sie den Hauptteil des Artikels in ADJ 16 ausmachen. Hier die Einfahrt des vom FY Bayreuth kommenden Nahgüterzuges in Hartmannstein. Gleich geht das Rangiergeschäft los.

12.1.25

 

Kann eine Modellbahn-Anlage Kunst sein?

 

Diese Frage war eine Kapitelüberschrift im originalen Blauen Buch von 2012. Und ein ähnliches Bild wie das Bild links war dort sozusagen als Aufmacher. Es zeigte eine damals zur Verfügung stehende professionelle Pferdemalerin, die ein Stück der Hintergrundkulisse der BAE malt.

 

Auf ein solches Bild mit holder Weiblichkeit müssen Leser des neuen Blauen Buches verzichten, es ist nicht mehr drin, genausowenig wie das ganze Kapitel mit dieser Frage. Bedeutet das, dass die Frage sich erledigt hat? Global gesehen natürlich nicht, es wird immer Menschen geben, die sie mit ja und solche die sie mit nein beantworten. Intern in der Redaktion ist sie definitiv mit Ja beantwortet, und das war in dem damaligen Artikel auch wohl begründet worden.

 

1.1.2025, 17 Uhr

 

Der PR-Chef von edition jaffa hatte Besuch, daher hat sich die Enthüllung etwas verzögert. Wir bitten um Verständnis.

Vielleicht ist schon beim letzten Eintrag aufgefallen, dass das rechteckige Teil, was da rausschaute, blau war. Nomen es omen.

Genau: es gibt in diesem Jahr 2025

 

ein neues

 

Blaues Buch.

 

Und wenn ich sage ein neues, dann meine ich neues, kein Neuaufguss des alten. Mehr Details dazu in Kürze. Nur soviel für den Moment: Das Buch ist runtergeschrieben, aber bis die Druckmaschinen anfangen zu rattern, ist noch viel Arbeit dran. Da können noch drei bis vier Monate vergehen.  Aber die Katze hat so inständig und penetrant miaut, dass wir sie endlich rauslassen mussten. Da schien uns der 1.1. ein guter Termin.

Allen Lesern dieses Blogs und des ADJ wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest.

 

OOK

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