Die Modellbahnzeitschrift, die Lücken füllt und Themen außerhalb des mainstream bringt


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ADJ-Chefredakteur und Blogger: Otto O. Kurbjuweit

3.3.24

 

Verknappung

 

ADJ 1-5 Ausverkauft!

 

Reine Panikmache, was ich da gerade betreibe. Ich war nur beim second hand Buchversand medimops auf der Suche nach einem bestimmten Modellbahnbuch, als ich auf die fünf nicht mehr lieferbaren ADJ-Hefte stieß und grinsen musste.

 

Aber medimops ist kein regulärer Zeitschriftenhändler und hatte vermutlich genau ein Exemplar von jedem Heft aufgekauft. Und auch schon wieder verkauft. Na also, geht doch.

Aber Leser dieses Blogs, die die Hefte 1-5 von ADJ noch nicht haben, müssen weder verzweifeln noch aus Protest AfD wählen, Jaffa hat sie alle noch vorrätig, und zwar mehr als eins von jedem.

29.2.24

 

Loite, es geht wieder los!

 

ADJ 12 ist in Druck

 

Wie immer sind wir relativ früh dran. Das Heft II/24 ist eigentlich für April etikettiert, aber das hat sich ja so eingebürgert, fast einen Monat früher zu erscheinen. Diesmal lag mir auch daran, das Heft möglichst frühzeitig vom Schirm zu bekommen, um mehr Zeit für das ADJ 13 zu haben, das ein ganz besonderes Heft werden wird. Warum und in welcher Weise, darüber werde ich zu gegebener Zeit berichten.

ADJ 12 ist also relativ unbesonders, also so gut wie alle Hefte vorher, und die haben ja guten Anklang gefunden.

Ein kleiner Wermutstopfen (wenn es denn einer ist): Der bereits angekündigte zweite Artikel über Erik Süskes VEV-Anlage mit dem Thema Betrieb ist auf Heft 13 verschoben. Es ist einfach zu fett, um in 12 noch reingequetscht zu werden, und in Heft 13 stehen mehr Seiten zur Verfügung.

 

Ein Wunsch an alle regelmäßigen Leser dieses Blogs:

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25.2.24

 

Zwei Anlagen-Fotosessions in Südostwestfalen

 

An diesem Wochenende waren Jaffa und OOK wieder auf Tour und haben zwei H0-Anlagen heimgesucht und ausführliche  Fotosessions veranstaltet.

Während es bei der einen Anlage hauptsächlich um die außergewöhnlichen konzeptionellen und konstruktiven Details ging, stand bei der anderen die Fahrt eines Nahgüterzuges incl. Rangieren auf Unterwegsbahnhöfen und am Endbahnhof im Mittelpunkt.

Das wird in einem der nächsten Hefte ein neues Kapitel der Serie "Rangieren aber richtig", die seit einiger Zeit als Fortsetzung der diversen Kapitel von OOKs Rangierbuch mit dem gleichen Titel im ADJ läuft.

19.2.24

 

Michael Sterna

Statt Plaudereien lauter Schrott

 

"Michaels Plaudereien" ist eine Kolumne, die seit der ersten Ausgabe dem ADJ eine besondere Note verleiht. Aber Michael kann auch anders. Jetzt in ADJ 12 (das heute in die Korrektur gegangen ist) kommt von ihm ein größerer Artikel "Allerhand Zeug", in dem es ganz viel um Schrott geht. Man glaubt ja gar nicht, wie malerisch Schrott aussehen kann. In Michaels zahlreichen Bildern kommt das gut rüber.

Aber keine Angst: Michaels Plaudereien-Kolumne ist auch drin im ADJ 12. Neben Anlagen- und Betriebsartikeln und diverser anderer Spezialitäten. Dauert  aber noch ein wenig.

17.2.24

 

ADJ stockt personell auf

 

Mehr Namen im Impressum

 

Das ADJ wird weiterhin von einer ehrenamtlich arbeitenden Redaktion erstellt. Aber die Zeiten, in denen OOK die ganze Redaktion war, sind längst vorbei. 

Ab der in Kürze erscheinenden Ausgabe 12 wird es im Impressum zwei Co-Redakteure und auch zwei Kolumnisten geben. Dadurch kann die Arbeit am Heft intensiviert und diversifiziert werden, also inhaltlich immer mehr Bandbreite bekommen.

Im realen Impressum im Heft kommen nach den Kolumnisten noch die freien Mitarbeiter. Die sind fluktuierend, erst ab einer bestimmten Mindestzahl von Beiträgen bekommt der Name einen ständigen Platz im Impressum. Sonst müssten wir da schon über zwanzig Namen vermerken, das geht natürlich nicht. Redakteure hat ADJ also eigentlich genug, was noch fehlt, wäre ein(e) Illustrator(in).

6.2.24

Ein Muss für jeden Ep-III-Bahnhof

 

Kohlenhandlung für die Rotsteinbahn

 

Schon in der ersten Folge des mehrteiligen Berichtes über den Bau der Kompaktanlage Rotsteinbahn (ADJ 10) wurde erwähnt, dass mindestens einer der beiden dargestellten Bahnhöfe eine Kohlenhandlung bekommen solle, womöglich auch beide.

Heinz-Rudolf Ott hat eine relativ simple Kleinstadtkohlenhandlung in Heimarbeit gebastelt und sie heute in die Anlage eingebaut. Hier ein erster Kibitzblick in die beengte Situation hinter der Brücke der Bergstrecke. Natürlich gibt es auch eine Zufuhrstraße, die als Verlängerung der öffentlichen Ladestraße dorthin führen wird. Zu gegebener Zeit, wenn wir mit dem Fortsetzungsroman entsprechend weit sind, wird auch die Kohlenhandlung genauer beschrieben (inkl. Bauanleitung) sowie deren Bedienung vorgeführt werden.

1.2.24

Rangieren aber richtig, Folge 13

 

Betrieb auf der Vorwohle - Emmerthaler Eisenbahn (H0)

 

Im Blogeintrag vom 18.11. zeigte das Coverbild von ADJ 11 die ELNA-Lok von Erik Süskes VEV mit einem Güterzug. Die Vorstellung dieser akkuraten und schönen NE-Bahn-Anlage hat, wie wir hörten,  viele Modellbahner sehr angesprochen.

Jetzt kommt in ADJ 12 der zweite Teil: Der Betrieb.

Im Mittelpunkt stehen der G 424W und der G 439 W(Sa), die in Kirchbrak selbstverständlich auch rangieren. Links nur zwei Teaserbildchen. Im siebenseitigen Artikel in ADJ 12 kommt das natürlich viel besser rüber.

26.1.24

Zurück zur Quelle

Die Rotsteinbahn ein Plagiat?

 

In ADJ 12 outet OOK, wo die Idee zur Rotsteinbahn letzten Endes herstammt: aus zwei Heften (Nov. und Dez. 1956) der schon lange nicht mehr existierenden Zeitschrift MODEL TRAINS, der kleinen Schwester des Model Railroader.

Das ist eine nette kleine Geschichte aus dem Leben eines dahergelaufenen selbsternannten Chefredakteurs, denn ohne diese beiden Zeitschriftenexemplare gäbe es vermutlich das ADJ nicht.

Es wird auch die Frage untersucht, wer eigentlich "Schuld" hat: Linn Westcott oder OOKs  alter Englischlehrer.

Was sonst noch so alles in Heft 12 des ADJ kommen wird, wird in den nächsten Tagen und Wochen in kleinen Happen ausgeplaudert.

Auf jeden Fall Teil III des Rotsteinbahn-Fortsetzungsromans. Und wenn man das oben angekündigte outing gelesen hat, dann wird einem auch manches klar bezüglich der Rotsteinbahn.

17.1.24

 

Eindrucksvolle Rezi der Rotsteinbahn-Artikelserie

 

In der Hauptsache bewirbt Christian Tölg auf seiner Seite modellbahning.de* seine Modellbahn-Hintergründe. Es gibt aber auch einen Link zu seinem Blog, und der ist per se sehens- und studierenswert.

Jetzt noch mehr, seitdem er eine ausführliche Würdigung des RSB-Artikels in ADJ 10 eingestellt hat. Hier nur das erste Drittel als teaser. Den Rest kann man sich ja auf seiner Seite anschauen.

*Link s. ganz oben unter Blogroll.

10.1.24

Schnelle Inspiration

 

ADJ-Zeichnung direkt umgesetzt

 

Leser Thomas Bitter schickte uns ein Bild seines im Bau befindlichen Aufnahmsgebäudes nach dem Vorbild von Wängi an der Frauenfeld - Wil-Bahn und schrieb dazu:

"Mit dem ADJ hat man so seine Aha-Effekte. Als ich Heft 11 auf Seite 30 aufschlug, wusste ich: Das ist es! So präsentiere ich mein Spur 1m-Modell in noch unfertiger Umgebung. Herzlichen Dank an Herbert Fackeldey für die Bauzeichnungen."

Da sind wir mal gespannt, wie das Ganze aussehen wird, wenn es fertig ist. Aber das Jahr hat ja erst angefangen.

30.12.23

 

Shop zu - Shop auf !

Lange war es hier still. Das lag nicht an der Tiefe des Schnees, sondern daran, dass Jaffas Shop lange wegen Krankheit geschlossen war und man keine ADJ-Hefte bestellen konnte. Gleich am Jahresanfang macht der Shop wieder auf, dann könnt ihr euch auf alte und neue Hefte stürzen und ggf. auch ein Abo ordern.

In der Schlufter Dorfstraße (BAE) liegt zur Zeit ordentlich Schnee, da konnte gleich eine Neujahrskarte fotografiert werden:

21.11.23

 

Highlights

Wichtige Details in der Vor-Weihnachtszeit

 

 Alle Jahre wieder liegt der letzten MIBA des Jahres ein Neuheitenprospekt bei, in dem sich sieben Hersteller zusammen getan haben, um zu präsentieren, was heuer zur Aufbrezelung einer H0-Modellbahnanlage angesagt ist. Thema: Stadt, Land,Fluss.

Ich möchte nur einige wenige herausgreifen, um zu zeigen, in welche Richtung der Wind weht:

Marktstand Erdbeeren • Gießkannen (12 Stck.) • Set Straßenkünstler (Feuerschlucker, Einradfahrer und drei weitere) • Skateboarder • Polizisten mit Blitzkameras • Rind mit bewegtem Kopf • Gulaschkanone Typ NVA .

 

So, da kann es ja ruhig Weihnachten werden.

 

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18.11.23

 

So wird ADJ 11 aussehen

 

ADJ 11 geht am Wochenanfang in Druck

 

Die Titelseite von ADJ 11 steht schon seit langem fest, nämlich seit klar war, dass Erik Süskes Artikel über seine H0-Umsetzung des Bf Kirchbrak der Vorwohle Emmertaler Verkehrsbetriebe der Hauptanlagenartikel des Heftes sein wird.

Was könnte das Thema Nichtbundeseigene Eisenbahn besser illustrieren als eine ELNA-Lok?

Und Erik hat sich diese ELNA aus einem Weinert-Bausatz gebaut. Und das ist sogar dem Vorbild entsprechend, denn genau diese Lok fuhr eine Zeit lang als Leihlok auf der VEV.

Wenn ihr auf das Cover klickt, wird es so groß dargestellt, dass ihr auch die weiteren Themen entziffern könnt, die unten im blauen Balken gelistet sind.  Natürlich gibts noch ein paar mehr, das Heft hat ja wieder 48 Seiten, obwohl wir eigentlich bei 44 stehen bleiben wollten. Naja, da müsst ihr halt durch.

 

Dass das Heft in Druck geht, bedeutet leider noch nicht, dass ihr es am Dienstag im Briefkasten haben werdet. Meist braucht die Druckerei eine Woche, dann müssen die Pakete an den Verleger geschickt werden und dann kommt die ganze Kuvertiererei etc. Also, wie immer: Geduld, Geduld!

12.11.23

 

Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr II

 

Gedanken zu Startsets

 

Ich habe mir in den letzten beiden Tagen eine ganze Reihe von Startsets im Internet angeschaut. Die Zugzusammenstellungen zu kommentieren lohnt nicht, denn da entscheidet der persönliche Geschmack des Käufers, und es ist auch für jeden Geschmack etwas dabei.

Ich bleibe immer wieder beim Gleismaterial hängen, das den Startsets beigefügt wird, wie schon vorgestern erwähnt, in der Regel ein Oval. Einige Reaktionen auf meine Äußerungen lassen ein kleines Missverständnis erkennen. Ich habe und sage überhaupt nichts dagegen, dass die Grundausstattung ein Oval enthält. Kritisieren tue ich, dass es oft nur ein Oval ist und sonst nichts (oberste Abb. links).

ADJ-Leser wissen spätestens seit dem ersten Beitrag über die Rotsteinbahn, dass ich durchaus in der Lage bin, Ovale, ich verallgemeinere mal zu Rundkurse, zu planen und zu bauen. Jetzt muss ich mich wiederholen. Wenn es nur ein Oval ist, ist das nicht nur mickerig, sondern auch total schlecht, eigentlich schon  eine Katastrophe.

 

Was kann der Junge* mit seinem Zug anfangen, wenn er nur ein Oval hat? Ihn kreisen lassen, noch und noch. Und anschließend nochmal rückwärts noch und noch. Hier gehen die Personen, die Startsets zusammensetzen, wohl von der Opageneration aus, die, wie wir lesen und hören, durchaus gerne stundenlang kreisenden Zügen zuschaut.

Für Kinder ist das nix. Das ist nicht einmal Spielen. Spielen ist Machen, Tun, Äktschn. Zuschauen ist für Kinder total langweilig, sie neigen dann dazu Alternativen zu entwickeln. Ich erinnere mich noch genau, wie ich als Zwölfjähriger meinen Kreis aus Märklin-M-Gleis zu einer S-Kurve umsteckte und die Lok dann mit Höchstgeschwindigkeit über das Gleisende hinaus sausen ließ. Herrlich. Hat aber nix mit Modelleisenbahn zu tun.

 

Wenn Ihr Startset-Zusammensteller die jungen Beschenkten zu Modelleisenbahnern heranbilden wollt, dann gebt ihnen dazu in jeder Packung eine Minimalausstattung wie im mittleren Bild oben mit:

 

Drei Weichen reichen!

Reichen für das Bilden eines Umfahrgleises und eines Abstellgleises, besser gesagt eines Funktionsgleises. Damit entsteht ein Gleisplan, den wir schon als Bahnhof bezeichnen können (etwas dunklere Fläche). Jetzt kann auch der kleinste Güterzug, zum Beispiel der auf der im vorigen Post gezeigten Startpackung, richtig rangieren: Wagen abkuppeln und in das Abstell-/Funktionsgleis schieben, Lok zurück an den Zug oder gleich den Zug umfahren und mit ihm "andersrum" losfahren und nach einigen Runden den ausgesetzten Wagen durch einen anderen ersetzen. Das ist Eisenbahn Spielen in seiner Urform.

 

Drei plus eins - genial!

Vier Weichen (unterste Abbildung) sind schon ein komplettes Transportsytem. Es fängt an wie im Drei-Weichen-Spiel, aber ein Wagen kann aus dem im "Bahnhof" befindlichen Gleis, das jetzt nicht mehr Abstell-, sondern Ladegleis heißt, nach mehreren Runden zum anderen in der Ferne gelegenen Gleis transportiert werden.

Diese vier zusätzlichen Weichen und ein paar Gleisstücke jeder Startpackung beizufügen - zumindest, wenn sie einen Güterzug enthält - würde ich für einen klugen Schachzug halten.

 

*Sobald ich Kenntnis davon erhalten, dass auch Mädchen sich solche Startsets wünschen und/oder mit ihnen beschenkt werden, werde ich statt Jungen stets Jungen/Mädchen (oder auch mal umgekehrte Reihenfolge) schreiben. Wünschenswert wäre das.

 

In dem Zusammenhang ganz interessant: Ein User des MAPUD-Forums machte auf einen uralten (2006) Thread im Stummi-Forum mit der Bezeichnung "Mit welchem Startset habt ihr angefangen?" aufmerksam. Dort schreibt zum Beispiel "Stummilein" selber (wie jedermann weiß der Gründer des Stummiforums):

Ich habe mir zu Weihnachten 1991 das Startset 2602 schenken lassen.
Es war die erste Digital-Startpackung mit 2 Zügen.
Der 1. Zug war eine kleine Dampflok BR 89 mit 3 Achsen und 2 Niederbordwagen;
der 2. Zug war eine Diesellok BR 260 mit 3 Achsen, einem offenen Güterwagen und einem Containertragwagen.
Dabei war noch eine Control 'Unit 6020 und ein 52 VA Trafo.
Auch ein M-Gleisoval mit 2 Weichen und einem Überholgleis waren dabei.
Damit konnte ich schon gut was anfangen.

 

Noch drei weitere Posts aus selbigem Thread:

 

Bei mir begann es so ca. 61 mit der 3100. Nein, nicht die Berlinpackung. Sondern die bekannte 89, 3 Blechwagen 4000 und ein Oval + 16 VA Trafo. Das wurde aber vom Opa gleich erweitert um 2 Handweichen und ein paar Bogen. Ausserdem gabs gleich noch die E 41 in blau und ein paar Güterwagen dazu. Damit konnte dann gleich richtig Betrieb gemacht werden.
Kurt

 

Bei mir gab es auch kein Startset.
Ich bekam zu Weihnachten (Ende der 60er)) eine fertig aufgebaute, kleine Anlage mit Ausweich- und Rangier/Abstellgleis. Dazu eine BR 81 mit Telexkupplung, ein paar Güterwagen und drei Donnerbüchsen. Im Jahr darauf dann eine V60 mit Telex, dann so weiter...
Harald

 

Hallo,
Ich hab mit dem Märklin Startset 2985 angefangen. BR 216, 4 Güterwagen, K-Gleis Oval mit Ausweichgleis. MarcelD

 

Also nochmal: Drei Weichen reichen,

aber vier bringen Spaß ohne Gleichen.

 

 

 

 

10.11.23

 

Die Saison hat begonnen

 

Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr

 

Dominosteine und Dresdner Stollen gibt es schon eine Weile in den Supermärkten und den ganzen bunten Klimbim, der die Weihnachtsstimmung erzeugen soll auch. Das wichtigste Anzeichen im Modellbahnsektor, dass Weihnachten naht, sind aber die Startpackungen in den Geschäften. Das sind nach wie vor beliebte Weihnachtsgeschenke für "den Jungen, der sich so sehr eine elektrische Eisenbahn wünscht". Gekauft werden sie gelegentlich von den Vätern, in hohem Maße aber auch von Omas und Opas und anderen Anverwandten, die von Eisenbahn und Modelleisenbahn wenig oder keine Ahnung haben.

Die sind selber mit dem "Wissen" aufgewachsen, dass Märklin die eigentliche Modellbahn ist, weshalb die beiden Hauptanbieter im 2L=-Sektor, PIKO und Roco, es schwerer haben. Das Bild oben ist in einem Einzelhandelsgeschäft aufgenommen, die Abbildungen unten sind mit freundlicher Erlaubnis von Modellbahn-Union als Screenshots von deren Website entstanden.

Die Tenderlok mit drei typischen Güterwagen (Abb. oben) wird von Märklin korrekt als Güterzug Epoche III bezeichnet. Dazu gibt es eine "aufbaufreundliche C-Gleis-Anlage", ein Oval mit zwölf gebogenen und acht geraden Gleisstücken, wie man das so kennt. Und wie sich Oma und Opa eine Modelleisenbahn vorstellen. Da kann der Zug unterm Weihnachtsbaum den ganzen Heiligen Abend lang seine Runden drehen und alle werden die glücklichen Augen des Jungen sehen.

 

Damit wir nicht so einseitig rüber kommen, hier ein paar weitere Zugzusammenstellungen aus typischen Startpackungen, die jetzt im Handel sind:

Die Zusammenstellungen sind typisch, so dass es unbedeutend ist, welcher Zug von welcher Marke ist. Noch typischer ist das den Startpackungen mitglieferte Gleismaterial, nicht nur beim obigen Beispiel sondern fast durchgehend ein bloßes Oval. (Das Oval mit Ausweichgleis gehört zur Zweizugpackung.)

Das mag ja sinnvoll sein, wenn der Zug ein ICE ist, der tut auch im richtigen Leben ja kaum was anderes, als mit hoher Geschwindigkeit ohne Halt durch die Gegend zu sausen.

Ganz anders ein Güterzug, speziell wenn er wie in der Abb. ganz oben so klein ist, dass er eigentlich als Rangiereinheit bezeichnet werden müsste. Was soll der mit einem Oval? Da braucht es als Minimum eine Umfahrmöglichkeit und dazu ein Stumpfgleis, also drei Weichen. Es sei denn, der Junge soll gleich von Anfang an lernen, dass Modelleisenbahn nach drei Stunden voll langweilig ist.

 

 

_______________

 

Kleines PS unter der Überschrift "Früher war alles besser". Für erwachsene Modellbahner eher geeignet wäre die hier gezeigte Mega-Anfangspackung (wenn es sie noch gäbe).

4.11.23

 

Der lonely wolf muss nicht alleine bleiben

Vernetzung durch ADJ

 

In den Fragebögen zu Anlagenvorstellungen in den Foren steht immer, wie man die Anlage zu betreiben gedenkt: allein oder zu mehreren. Antwort zu 99%: allein.

Begründung (wenn man mal nachfragt): Ich kenne niemanden in der Nähe, der Interesse hätte. Das ist ein nicht von der Hand zu weisendes Argument, oder?

 

In ADJ 4 war ein großer Bericht über die Bergisch Dahlhausen-Anlage von Stephan Benning. OOK und Jaffa hatten die Anlage fotografiert. So weit so normal. In ADJ 9 gab es ebenfalls einen großen Anlagenartikel: über die Lago Maggiore Express-Anlage von Dominik Peters. Auch hier waren Jaffa und OOK zum Fotografieren gewesen.

 

Schon bei der Anfahrt gab es einen déjà vu-Effekt. Hier waren wir doch schon mal, hä? Es stellte sich heraus, dass Dominik und Stephan in Fahrradentfernung voneinander wohnen aber nicht voneinander wussten. Durch ADJ erfuhren sie voneinander. Und da beide gerade dabei waren, ihre Anlage auf betriebliche Möglichkeiten hin zu untersuchen, war das sofort ihr gemeinsames Thema.

Und aus der Theorie wurde bald Praxis.

 

Gestern stellte Dominik im Stummiforum einen großartigen Bericht von ihrer ersten gemeinsamen Betriebssession an der LagoMaggioreExpress-Anlage  ein. Daraus sind die hier gezeigten Bilder.

Gleich danach postete djue6867, dass er Lust hätte, sich dazu zu gesellen. Djue6867 ist ADJ-Lesern auch kein Unbekannter: Er heißt in Wirklichkeit Dirk Jürgensen und seine Anlage wurde in ADJ 5 (Bad Diethersbronn) vorgestellt auch er hat schon als Folge dieser Veröffentlichung zwei betriebliche Mitmacher gewonnen. Es geht also. Der lonely wolf muss nicht alleine bleiben. Er steht sozusagen auf der Abschussliste. Die Schonzeit ist vorbei.

31.10.23

 

NE-Bahnen, die verkannten Reize

 

NE-Bahnen war zu Zeiten der Deutschen Bundesbahn der Oberbegriff für alle nichtbundeseigenen Eisenbahnen, und genau das bedeutet NE ja auch. Der volkstümliche, auch unter Eisenbahnfreunden verbreitete Ausdruck Privatbahnen ist manchmal korrekt gewesen, mehrheitlich nicht, denn alle Kreis- und Landesbahnen waren ja nicht in Privatbesitz.

Wie viele es von diesen Bahnen gibt bzw. gegeben hat, habe ich nicht auf dem Schirm, da müsste man wohl Gerd Wolff fragen. Aus modellbahnerischer Sicht ist es nur auffällig (und bedauerlich), dass NE-Bahnen sehr sehr selten als Vorlage für eine Anlage gewählt werden. (Ausnahme: Schmalspurbahnen)

 

Eine der lobenswerten Ausnahmen ist die H0-Anlage von Erik Süske, der sich die Vorwohle-Emmertaler Eisenbahn von Bodenwerder bis Kirchbrak als Vorlage gewählt hat.

In ADJ 11 erzählt er im ersten Teil seiner auf drei Teile angelegten Artikelfolge, wie er dazu kam, den Bahnhof Kirchbrak als Zentrum seiner Anlage auszuwählen, und wie er es dann auch umgesetzt hat.

In wunderschönen klaren Bildern zeigt er uns, was auf der Anlage möglich ist. Im zweiten Teil wird es dann um den Betrieb gehen, den er so weit wie möglich an den des Vorbildes anlehnen will.

 

Ihr dürft euch schon mal freuen, ADJ 11 geht jetzt in die Korrektur.

28.10.23

Neues von der Rotsteinbahn

 

Nach dem Erscheinen von ADJ 10 mit dem ersten Teil des Bauberichtes der Redaktionsanlage Rotsteinbahn schrieb uns ein Leser:

 

Wirklich Gedanken gemacht
Ich habe mit großer Begeisterung das ADJ 10 Heft erwartet. Natürlich kam dies auch pünktlich, so dass ich mit großer Freude den Artikel über die Rotsteinbahn lesen konnte.
Hier hat man sich wirklich einige Gedanken gemacht. Denn diese Anlage kann man auch als Neuling bauen. Was in anderen Printmedien immer so groß gehypt wird und man immer wieder darauf reinfällt, wenn man dann den Bericht dazu liest und völlig frustriert die Zeitschrift zur Seite legt, da die Anlage viel zu groß und zu kompliziert ist! Ich freue mich auf die Fortsetzung.
ADJ ist für mich zur Pflichtlektüre geworden. Vielen Dank für Eure bisherigen Ausgaben.
René Laporte (email an Jaffa)

 

Danke für die Blumen René. Und wir haben uns weitere Gedanken gemacht und auch weiter gebaut. Links ein Bild aus dem zweiten Teil des Bauberichtes in ADJ 11. Im Endbahnhof Gerfweiler werden die Gleise ausgelegt. Und in der rechten oberen Bildecke ist ein Teil des langen Längsspantes zu sehen, der das "Rückgrat" der Anlage sein wird und auch die Kontur des noch zu bauenden Höhenrückens definiert. Alles wird wieder haarklein erklärt und mit 23 (!) Abbildungen illustriert.

 

PS: Jaffas Shop ist ja derzeit wegen Krankheit geschlossen. Dennoch gibt es die Möglichkeit, ein Abo für ADJ zu ordern. Derzeit noch zum alten Preis von 28,50€. Hier klicken! (Eine leichte Preissteigerung wird es in Kürze geben.)

 

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16.10.23

 

OOK kam aus Bayern mit vielen Bildern aber

ohne Rosen heim

 

Zwei eindrucksvolle Anlagen (1x H0 und 1x TT) lohnten auch die weite Anreise.

Immer wieder staunt OOK, wie unterschiedlich Anlagen sein können  hinsichtlich Konzeption und visueller Anmutung, und doch sowohl schön als auch gut. Es führen eben - wie das bekannte Sprichwort sagt - viele Wege nach Rom.

 

Aber eine Bedingung muss erfüllt sein, wenn sie das Zeug haben wollen, ins ADJ zu kommen: sie müssen Identität haben, eine Persönlichkeit sein, ein klares Thema haben.

 

Zwei Anlagen, aber seeehr unterschiedlich: Während die H0-Anlage mit RAWE-Konzept einen  kleinen Kellerraum füllt, inklusive in den Raum ragender Zunge, bescheidet sich die als Kompaktanlage (von drei Seiten zugänglich) konzipierte TT-Anlage mit ca. einem Drittel des Wohnraumes, in dem sie steht. Beides macht Sinn.

Es wird noch eine Weile brauchen, bis diese Anlagen druckfähig aufbereitet sind und auf den Seiten von ADJ präsentiert werden können. Gut Ding braucht Weile.

Die making-of Fotos machten die jeweiligen Anlagenbesitzer.

9.10.23

Rosenheim oder Rosental?

 

Unterwegs Rangieren mit dem GmP

 

Rosenheim ist ein gut eingeführter Name in der Modellbahnszene. Nicht nur, dass die Fa. Noch in Wangen im Allgäu eins ihrer Fertiggelände so genannt hat, auch ganz normale Modellbahner verwenden den Namen gerne, so finden wir zum Beispiel in einem großen Modellbahnforum eine riesige H0-Anlage in Florida, die das Wort im Namen trägt (schon in der vierten Version) und südlich von München gibt es eine TT-Anlage, bei der ebenfalls "Rosenheim" relevant ist. Die wird im ADJ noch eine Rolle spielen, wartet's ab.

 

Heute aber geht es gar nicht um Rosenheim, sondern erstmal um Rosental. Auch den Namen gibts häufiger, OpenStreetMap findet schon zehn Stück, da ist das hier von mir vorgestellte noch gar nicht dabei. Unser heutiges Rosental liegt nämlich in der Schweiz, was Kenner sich vermutlich schon wegen des Aussehens des Triebwagens gedacht haben.

Und dieser Triebwagen ist als Traktionsmittel eines Güterzuges eingeteilt, weil die betreffende Bahn zum Zeitpunkt der Aufnahme keine Lokomotiven mehr besaß. Und weil nun schon mal ein Triebwagen im Zuge war, erlaubte die Direktion dann auch großzügig das Mitnehmen von Fahrgästen, und schon hatten wir einen schönen GmP, eine Idee, die durchaus im Modell nachahmenswert ist.

 

Natürlich ist sowas Tolles längst passé, bereits Mitte der Achtzigerjahre wurde der Güterverkehr aufgegeben, heutzutage fährt das Bähnchen zwar immer noch, aber der legendäre und leider längst verblichene Schweizer Eisenbahnfreund Hans Waldburger, genannt Wabu, sagte kurz vor seinem Ableben: "Was für ein langweiliges Tram das geworden ist."

 

Im ADJ werdet ihr euch aber nicht langweilen, das garantiere ich euch, denn wir zeigen das spannende Unterwegsrangieren dieses GmP an diversen Stationen, unter anderem auch an der Zwirnerei in Rosental (Bild oben), wo er mehrmals die Kantonalstraße überqueren muss, um den Anschluss zu bedienen.

Außer den herrlichen historischen Farbfotos (und einigen älteren damals schon historischen Schwarzweißfotos) gibt es auch diverse Stationspläne und  eine Streckenkarte sowie Bauzeichnungen eines typischen Stationsgebäudes der Strecke.

(Der Bildautor des obigen Bildes ist kein Unbekannter, seinen Namen findet ihr dann im ADJ 11.)

6.10.23

 

Flexgleis herstellen mit der (Mini-)Flex

 

Leichte Tricksereien beim Gleisbau an der Rotsteinbahn

 

Der mit einem Gleisplanungsprogramm erzeugte Gleisplan für die Rotsteinbahn ging bei der konkreten Gleisverlegung ziemlich gut auf. Eben, "ziemlich" gut, sagen wir mal so zu 98%. Das ist ein guter Wert, aber halt nicht perfekt.

Das bedeutet, dass es hier und da nicht zusammen-passen wollte, im Millimeterbereich. Außerdem waren an manchen Stellen laut Plan eine Reihe kleiner und kleinster Gleisstücke zusammenzu-stecken, damit Längen aufgingen.

Was macht man da in solchen Fällen? "Corriger la fortune", also dem Schicksal ein Schnippchen schlagen - und zur Flex greifen.

Flex ist eigentlich ein Markenname für ziemlich große Winkelschleifer, hat sich aber als Bezeichnung für jegliche Art von Trennscheibenantrieben eingebürgert. Und deshalb nennen wir unsere Minibohrmaschine von Proxxon auch einfach Flex.

Damit kann man Gleisstücke zwar nicht verlängern, wenn ein paar Millimeter fehlen, aber kürzen, wenn es ein paar Millimeter zu viel sind. Die Trennarbeit erfordert präzises Arbeiten und sollte vorher an unkritischen Metallprofilen geübt werden. Unbedingt Schutzbrille tragen! Erstens fliegen Funken, zweitens fliegen winzige Metallteile herum und drittens fliegt manchmal auch die ganze  Trennscheibe in kleinen Stücken durch die Gegend, wenn man mit ihr angeeckt ist.

Die Überschrift spricht aber von Flexgleis. Genau. Mit der Flex kann man aus starrem Gleis Flexgleis machen, indem man auf der Unterseite die Stege zwischen den Schwellen wegflext. Nur auf einer Seite. Dann kann man das Gleisstück - in gewissen Grenzen - biegen.

Mit beiden Techniken zusammen, also Kürzen und Biegen kriegt, man eigentlich so ziemlich jede Gleislücke geschlossen. Es wird vielleicht nicht beim ersten Mal klappen, aber auch hier macht Übung den Meister. Probiert es aus.

 

Ach so, ja. In ADJ 11 kommt ja der zweite Teil des großen RSB-Bauberichtes. Da steht da nochmal mehr darüber drin.

3.10.23

 

 Mehrere Kunden an einer Ladestraße

 

Ruf nach Leser-Mithilfe schon erfolgreich

Wenn eine Zeitschrift ohne Millionenpublikum ihre Leser zu etwas aufruft, darf man nicht zu viel an Reaktionen erwarten. Wenn man aber eine zwar eher kleine aber engagierte Leserschaft hat, hat man schon eher Aussicht auf Erfolg.

Und genau deshalb haben wir eine Zuschrift erhalten, die seeeehr zielführend ist und der Redaktion sehr weiter hilft. Vielen Dank.

Ebenfalls weiterhin gesucht: jede Art von Bildern von Ladestraßen und Rampen (Vorbild und Modell)

 

PS: Wir nehmen aber gerne noch weitere Tipps und Unterstützung entgegen.

1.10.23

 

Alle Jahre wieder ....

Tillig-Ausstellungsanlage unter der Lupe

 

Ob Tillig diese nette Kompaktanlage wirklich in jedem Jahr in Dortmund ausgestellt hat, weiß ich nicht, ich war nicht jedesmal dort. Aber in diesem Jahr sah ich sie (wieder) auf der Intermodellbau und als ich zuhause meine Fotos vom Messerundgang anschaute, fiel mir ein, dass ich diese Anlage schon 2017 an gleicher Stelle fotografiert hatte.

Schon 2017 fand ich diese nicht nur nett anzuschauende, sondern auch "brauchbare", besser gesagt gebrauchbare Anlage sehr interessant. An der Gebrauchbarkeit hapert es nämlich oft bei Kompaktanlagen, speziell bei solchen, denen ein Fertiggelände den Gleisplan vorgibt.

 

Damals, also 2017, war ich beim Messerundgang wohl etwas hastig und hatte nicht notiert, an welchem Stand ich die Anlage aufgenommen hatte und ging mit der Frage ins MAPUD-Forum. Dort fand man schnell heraus, dass das eine TT-Anlage von Tillig war, und der User Pfalzbahn rekonstruierte den Gleisplan:

Ausstellungsanlage mit Konzept

 

Hier sind die wichtigsten von meinen Grundforderungen an eine solche Anlage, was sage ich, an jede Anlage, erfüllt:

 

• Es gibt (mind.) einen ordentlichen Bahnhof, wo Züge kreuzen und wo die Lok um ihren Zug herumfahren kann (umsetzen)

• Ein Punkt-zu-Punkt-Betrieb ist möglich

• Es gibt zugängliche verdeckte Gleisanlagen, die als Zugspeicher dienen können und in denen zumindest in Grenzen gefiddlet werden kann.

Wenn man die Anlagenmaße von TT auf HO umrechnet (Faktor 138%), kommt man auf 1,52m x 2,63m, also schon grenzwertig für eine Kompaktanlage. Mehr dazu später. Hier geht es zunächst nur um das Konzept. Und ein solches gibt es in der Tat.

Klick vergrößert den Gleisplan.

Es wird ja viel von "Anlagen mit Konzept" geredet und geschrieben, aber höchst selten wird dann auch benannt, wie das Konzept definiert ist. Schaumermal, wie das hier ist. Es gibt eine Ringstrecke, schön für die Kids, wenn sie mal was herumrauschen lassen wollen. Man kann den Rundkurs aber auch kreativ im Punkt-zu-Punkt-Betrieb zur Fahrzeitverlängerung nutzen.

Also: Im untertägigen Zugspeicher (ganz links im Bild) wird ein Zug gebildet, der fährt dann nach "oben" (im Bild) auf die Ringstrecke, hält im Bahnhof an der rechten Kante auf Gl.1 (direkt am EG) und schwenkt dann auf die gewundene Bergstrecke und gelangt schließlich zum Endbahnhof überm Zugspeicher. Das ist Punkt-zu-Punkt-Betrieb der reinen Lehre.

 

Ein paar Negativpunkte

Um wirklich einen auf Dauer interessanten und befriedigenden Betrieb machen zu können, müssten beide Bahnhöfe besser ausgestattet werden. Der Endbahnhof hat zwei Stumpfgleise, der Durchgangsbahnhof nur eins. Das langt nicht! Je eins mehr wäre das Minimum, um genügend Ziele und Rangieraufgaben für einen Güterzug zu haben. Wie das an genau dieser Anlage zu bewerkstelligen wäre, ist hier nicht Thema, dennoch habe ich da was im Köcher.

 

Dann gibt es zwei für Kompaktanlagen typische Schwachpunkte: einmal die beiden nebeneinanderliegenden Tunnelportale (sehr schwer zu kaschieren) und die geringe Distanz (beinahe Berührung) zwischen dem sichtbaren Halbkreis der Bergstrecke und dem Durchgangsbahnhof. Auch hierzu gibt es was an anderer Stelle zu lesen.

Jetzt kommt OOK zum Punkt

Mancher Leser mag sich bei der Lektüre dieses Posts gefragt haben, was das alles mit dem ADJ zu tun hat. Hat es. Und ob!

Sowohl das Konzept als auch die Problemzonen dieser Tillig-Ausstellungsanlage ähneln denen der Rotsteinbahn-Anlage in frappierender Weise. Die Rotsteinbahn – für die, die es noch nicht wissen – ist die derzeit im Bau befindliche Redaktionsanlage des ADJ-Teams. In ADJ 10 wurde der erste Teil des Fortsetzungsromans über Planung  und Bau der Anlage abgedruckt. Wer dort den Teil über die Entwicklung des Konzepts und des Gleisplans gelesen hat, wird hier ein déjà-vu-Erlebnis gehabt haben.

Der definitive Gleisplan der Rotsteinbahn hat eine gewisse Verwandschaft mit dem der Tillig TT-Anlage, mehr aber auch nicht, dort ist weiter gedacht worden und die Latte für einen intensiven Dauergebrauchswert ist dort erheblich höher gelegt.

 

Size matters

Noch ein Wort zur Größe der Rotsteinbahn. Wie erwähnt wäre die Tillig-Anlage auf H0 umgerechnet 152 x 263cm groß, die Redaktionsanlage misst bei verbessertem Gebrauchswert nur 122 x 244cm (4' x 8').

Also, wer das ADJ 10 noch nicht hat, sollte es sich vielleicht besorgen. Jaffa hat noch welche.

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29.9.23

 

Leser-Mithilfe gewünscht

 

Mehrere Kunden an einer Ladestraße

 

Früher, als alles noch besser war (*hüstel*), war an den Ladestraßen der Ortsgüteranlagen mächtig was los. Alle Bahnkunden, die regelmäßig Wagenladungen versandten und/oder erhielten, tummelten sich dort. Und wenn es irgend möglich war, legten sie dort einen festen Standpunkt an, etwa durch Errichten eines Lagerhauses oder eines Schuppens, notfalls auch durch einen simplen kleinen Bansen für Schüttgüter.

 

Das ist eine Steilvorlage für Modellbahnanlagen, die wenig Platz zum Anlegen großer Bahnkunden haben. Wenn an einer Ladestraße mehrere Kunden mit festen Standorten hintereinander aufgereiht sind, dann gibt es bei der Wagenzustellung ein munteres Hin- und Her, denn dass der Ng die Wagen genau in der notwendigen Reihenfolge mitbingt, ist eher unwahrscheinlich, also rangieren, rangieren, bis der Arzt kommt.

 

So, jetzt komme ich zum Punkt. Die ADJ-Redaktion sucht noch Bildbelege von solchen Ladestraßen mit mehreren Anliegern: Fotos, Gleispläne, evtl. sogar Bedienungs-vorschriften. Sachdienliche Hinweise (aber natürlich auch Bilddateien) nimmt die Redaktion unter redaktionätjaffaeins.de entgegen (ät durch den Klammeraffen ersetzen und "eins" durch die entsprechende arabische Ziffer.)

10.9.23

 

Wagenkarten, Frachtkarten und das ganze Drumherum

 

Nachdem Dirk Jürgensen in ADJ 10 dem Buch "Güterverkehr auf der Modelleisenbahn" keine allzu große Meriten bescheinigen konnte, wird es langsam mal Zeit, dass sich das ADJ selber um das Thema kümmert, umso mehr als das Betriebliche doch ziemlich weit oben auf der Themenliste steht.

Da es nicht das eine System gibt, wie man Güterwagen auf einer Anlage mit Sinn bewegt, bringen wir in ADJ 11 gleich deren drei von ganz simpel bis einigermaßen kompliziert. Da kann sich jeder das Passende aussuchen oder vielmehr schlicht anfangen und auf den Geschmack kommen und dann langsam steigern.

1.9.23

 

Kein Abo-Ende Hinweiszettel mehr!

 

Grade habe ich noch im Eintrag vom 17.6. auf den Warnzettel hingewiesen, den Abonnenten mit dem letzten bezahlten Heft bekommen, und nun ist es schon wieder vorbei damit.

Eine Änderung des Vertriebsweges macht es unmöglich, einzelne Hefte besonders zu behandeln.

Ab Heft 10 läuft es so, dass die Abonnenten, deren Abo mit dem Heft abläuft, nach einigen Tagen eine Erinnerungsmail erhalten mit der Bitte, das Abo per Neueinzahlung zu verlängern.

Automatisch läuft das nicht. Wer ADJ nicht weiter beziehen möchte, braucht gar nichts zu tun, auch nicht zu kündigen. Es kommt nichts mehr, allenfalls nach einer Weile nochmal eine Nachfrage, ob man wirklich nicht will oder nur das Verlängern verschwitzt hat. Fairer gehts nicht, oder?

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